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Fasnacht 2021 plastikfrei mit unseren 10 Tipps

Fasnacht 2021 - plastikfrei – mit unseren 10 Tipps feierst Du die Fasnacht umweltfreundlich und nachhaltig. Am 22. Februar um Punkt 04:00 Uhr früh heisst es wieder  "Vorwärts Marsch" und die Fasnacht beginnt mit dem Morgenstreich und endet am 25. Februar Punkt 04:00 Uhr früh. Die Basler Fasnacht gehört zur Identität der Stadt. Sie ist Herzstück ihrer kulturellen Schaffenskraft und ermöglicht drei Tage Ausnahmezustand. Wegen ihrer Einzigartigkeit und Qualität gehört sie zum immateriellen UNESCO Weltkulturerbe

Unsere «Frau Fasnacht» - wie die Baslerinnen und Basler ihre Fasnacht liebevoll nennen – nimmt Dich mit in die Welt eines ganz anderen Karnevals. Das Spektakel lebt von einzigartigen Instrumenten, von Kreativität, Ideenreichtum und künstlerischen Höchstleistungen. Hier werden gesellschaftspolitische Themen, Geschichten und Aktualitäten auf die typisch baslerische Art mit spitzem Humor und scharfer Zunge transportiert. 

Dieses wunderbare UNESCO-Weltkulturerbe könnte durch Covid-19 auch im Jahr 2021.nicht stattfinden! Sollten wir Frau Fasnacht aber begrüssen dürfen findet der feuchtfröhliche Spass leider zumeist auf Kosten der Umwelt statt. Ein riesiger Berg Plastikmüll verschmutzt unsere Stadt!  Mit unseren 10 Tipps feierst Du die Fasnacht 2021 mit umweltfreundlichen Alternativen wie z.B. Bio-Bechern und nachhaltigem Geschirr, plastikfrei.

Plastikmüll an der Fasnacht – Belastung durch Einwegbecher

Unsere Wegwerfmentalität hat zur Folge, dass jährlich etwa 5 bis 13 Millionen Tonnen Plastikmüll im Ozean landen. Den jüngsten Ereignissen, insbesondere der von Greta Thunberg ins Leben gerufene „Fridays for Future“-Bewegung, ist es zu verdanken, dass das Thema Umweltverschmutzung in den Medien so präsent ist. Ein Jeder steht nun in der Verantwortung die Folgen seines eigenen Lebensstils zu reflektieren und einen Beitrag dazu zu leisten, unsere Umwelt zu retten.

Der grösste Teil des Plastikmülls, der in unsere Umwelt gelangt, besteht aus Einwegplastik. Es macht mehr als 50% des gesamten Abfalles aus. Darunter fallen:

  • Einwegbecher
  • Plastikflaschen
  • Einwegverpackungen für Lebensmittel
  • Strohhalme und Rührstäbchen
  • Deckel und Verschlüsse
  • Plastik-Besteck
  • Tüten

Schuld an diesen Tonnen von Plastikmüll sind unsere Alltagsgewohnheiten. Der "Coffe to go" gehört bei vielen Menschen zur Morgenroutine und ist praktisch nicht mehr weg zu denken. Auch der Kurierdienst, welcher uns Essen in Plastik verpackt nach Hause liefert - und die Plastikverpackungen oftmals noch zusätzlich in Plastiktüten verpackt sind - ist zum Alltag vieler Menschen geworden.

Erhebungen der Deutschen Umwelthilfe ergaben, dass jede Stunde allein in Deutschland 320.000 Kaffeebecher im Müll landen. Diese Zahlen sind schockierend, bedenkt man, dass es hochgerechnet auf das Jahr 2,8 Milliarden Einwegbecher sind. Die Nutzung im Freien oder wie man so schön sagt "auf dem Sprung“ scheint auf eigentümliche Art und Weise das unachtsame Wegwerfen der Trend-Becher zu rechtfertigen.

Plastikbecher an der Fasnacht – Gefahr für Umwelt und Gesundheit

Ein besonders grosses Problem bei der Entsorgung der Einweg-Becher liegt in der falschen Abfallentsorgung. Vielen ist vielleicht nicht bewusst, dass nahezu alle Becher für unterwegs, auch wenn sie Pappe ähneln, nicht zu 100% aus Papier bestehen. 

Um die Wasserfestigkeit der Becher zu gewährleisten, werden sie mit Kunststoffen wie z.B. Polyethylen beschichtet. Diese beschichteten Einwegbecher sind besonders umweltschädlich, da sie grössenteils weder aus recycelten Materialien hergestellt sind noch nach Gebrauch recycelbar sind. Diese beschichteten Einwegbecher können nicht recycelt werden, weil die Kunststoffbeschichtung nicht von den Bechern zu lösen ist.

Zusammen mit all den anderen Einwegverpackungen gelangen die umweltschädlichen Einwegbecher massenhaft und nach einmaliger Benutzung im Müll. Bereits die ressourcenfressende Herstellung schadet unserer Umwelt. Wasser, Bäume, Rohöl und ein hoher Energieaufwand sind nötig, bis wir den Einwegbecher für einen einmaligen Konsum und ein paar Minuten in den Händen halten. 

Gelangen die Einweg-Becher als Abfall die Umwelt werden die giftigen Inhaltsstoffe an die Umwelt weitergegeben. Tiere verenden an Plastikmüll und verwechseln ihn mit Nahrung. Mikroplastik ist bereits schon fester Bestandteil unseres Lebenskreislaufs und birgt gesundheitliche Gefahren. Die Inhaltsstoffe der Kunststoffprodukte können unter Umständen das Erbgut verändern, dem Hormonsystem von Mensch und Tier schaden sowie Krebs begünstigen. Ein Grund mehr, nicht nur im Alltag darauf zu achten, sondern auch Ausnahmeveranstaltungen wie die Fasnacht plastikfrei zu verbringen.

Umweltfreundliche Kostüme – Do it Yourself

Bereits beim Öffnen der Fasnachtskostüm-Verpackungen verrät der Duft, was für Material hauptsächlich verwendet wurde: Kunstoff. Allein bei dem Geruch ergreift einem die Angst vor möglichem Hautausschlag. Etwa 99% der Fasnachtskostüme für Frauen, Herren und Kinder sind so günstig wie möglich und aus Kunststoff hergestellt. Dabei enthalten sie viele schädliche Schadstoffe, vor welchen man besonders Kinder schützen muss.

Wenn man sich ein originell- ausgefallenes Kostüm wünscht, sollte man auf selbstgemachte Kostüme zurückgreifen, ganz nach dem Motto: Do it yourself! Dabei kannst Du auf umweltfreundliche und biobasierte Materialien achten oder einfach recyceln, was du zuhause hast.

Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wie wäre es beispielsweise mit einem Kostüm aus Plastikmüll (welcher Du sicher bereits zu Hause hast).

Umweltschädliche Plastik-Fasnacht-Perücken – Alternativen

In den Fasnachtsläden finden sich ganze Abteilungen, in welchen man Perücken und Bärte in jeder Farbe und Länge kaufen kann. Die Wenigsten machen sich dabei Gedanken, woraus diese eigentlich hergestellt sind. Natürlich handelt es sich nicht um Echthaarperücken und Bärte, sondern um Kunsthaarperücken und Bärte. Wie der Name schon vermuten lässt, bestehen sie aus Kunststoff, genauer gesagt: aus dünnen Polyester Fäden.

Am Ende werden die Kunststoff-Perücken eingefärbt, wobei die Faustregel gilt: Je dunkler die Farbe - umso giftiger die Inhaltsstoffe. Durch das Schwitzen beim Tragen einer Perücke kann es durchaus sein, dass sich giftige Inhaltsstoffe lösen und mit der eigenen Haut in Kontakt kommen. Ratsam ist es also bereits aus gesundheitlicher Sicht, an der Fasnacht auf Kunststoffperücken  und Bärte zu verzichten.

Wer dennoch nicht auf bunte Haare verzichten möchte, der kann mit umweltfreundlichen Produkten arbeiten. Diese Methoden sind schonender und nur temporär färbend. Pflanzliche Färbemittel wie rotes Henna, Kamille oder Kurkuma sind in pulverisierter Form zum Auflösen in Wasser erhaltbar.

Verzichte auf Plastikgeschirr – Setze auf umweltfreundliches Bio-Geschirr

Die Fasnacht plastikfrei verbringen kann man nicht nur draussen. Auch auf Deiner eigenen Fasnachtsparty mit Freunden kannst Du ganz einfach das praktische Plastikgeschirr durch Bio-Einweggeschirr ersetzen. In unserem, Shop findest du tolles umweltfreundliches Geschirr aus Bambus, welches dem herkömmlichen Plastik-Einweggeschirr in seiner Funktion in nichts nachsteht.

Mehrwegstrohhalme statt Plastik-Strohhalme

Wer an der Fasnacht auf Plastikstrohhalme verzichtet, leistet in jedem Fall einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Plastikmüll. Heute gibt es zahlreiche tolle Alternativen zu umweltschädlichen Plastik-Strohhalmen.

Wer es durch und durch nachhaltig möchte setzt auf Mehrweg-Trinkhalme. Diese sind nicht nur besonders nachhaltig und ressourcenschonend, sondern auch eine sehr elegante Alternative. Die plastikalternativen Strohhalme gibt es neben den wiederverwendbaren Varianten aus Glas und Edelstahl auch als Einweg-Strohhalme aus Bambus, dem Bio-Kunststoff PLA, aus Papier oder Stroh.

Plastikfrei auch beim kleinen Hunger zwischendurch

Wer den ganzen Tag in der Fasnachts-Stadt unterwegs ist merkt schnell, dass Plastik überall vorhanden ist. An den Imbissbuden tanken die Fasnächtler Kraft bei einer Currywurst mit Pommes frites oder einem der zahlreichen Dönerbuden. Der Döner ist zumeist noch in Alufolie verpackt und die Imbissbuden servieren in Einwegverpackungen aus Kunststoff.

Am Kiosk kauftt man sich dann noch ein Getränk in der Plastikflasche oder einer Dose. Neben Plastikflaschen sind auch Dosen besonders umweltschädlich, da sie aus den Rohstoffen Aluminium und Weißblech hergestellt sind. Der Grossteil dieser Rohstoffe kommt aus den Regenwäldern, die hierfür gerodet werden. Aus dem Ausgangsstoff Bauxit wird das Aluminium unter hohem Energieverbrauch gewonnen. Währenddessen entstehen Unmengen an giftigen Abfallprodukten, die eine hohe Gefahr für die Umwelt darstellen. Die Endprodukte die Aluminium enthalten, wie Alufolie und Deodorants, stehen unter dem Verdacht unter anderem Krebserkrankungen zu begünstigen.

Da der Plastikverbrauch gerade an der Fasnacht die wenigsten Fasnächtler zu scheren scheint, ist es gerade an solchen Tagen wichtig, sich selbst in der Verantwortung zu sehen. Das Getränk kann man einfach in einer Mehrwegtrinkflasche mitnehmen, die man unterwegs auffüllt. Leitungswasser hat übrigens die mit Abstand beste Ökobilanz. Und bei der Wahl des Essens für zwischendurch kannst Du Läden aufzusuchen, die ein umweltfreundliches Konzept haben und auf Plastikverpackungen verzichten oder einfach Zuhause etwas vorbereiten. So verzichtest Du ganz einfach auf Verpackungsmüll, feierst Karneval plastikfrei und hinterlässt einen positiven ökologischen Fussabdruck.

Fasnacht plastikfrei mit Konfetti aus umweltfreundlichen Materialien

Fasnacht-plastikfrei

Wie der Morgenstreich gehören auch Konfetti/Räppli zur Basler Fasnacht. Ob als Deko auf der eigenen Party oder als Konfetti-Kanone, die Frau Fasnacht ohne Konfetti ist für Viele undenkbar. Insbesondere auf Konfetti aus Plastik sollte man hier verzichten, denn dies bleibt der Umwelt Jahrhunderte erhalten. Man kann davon ausgehen, dass es unmöglich ist, all das Konfetti wieder aufzusammeln. Mit dem Wind fortgetragen, findet man das Konfetti im Handumdrehen in der gesamten Stadt. 

Für die Stadtreinigung ist es natürlich ein grosser Wunsch, dass die Fasnächtler gänzlich auf die Umweltsünder verzichten. Wenn man nicht auf Konfetti verzichten möchte, sollte man wenigstens auf plastikfreies Konfetti zurückgreifen, das biologisch abbaubar ist.

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Liebe Grüsse

Thieu

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